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Der Vorlesungsblog: Außenwerbetagung in Luzern

Die wichtigsten Außenwerber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (mit dem Verbandsnamen D.A.CH.) trafen sich unlängst in Luzern, zum Erfahrungstausch und gemeinsamen Überlegen zur Zukunft der Außenwerbung. Die Schweizer Firma APG (75% Marktanteil) hat die Wirtschaftskrise stark zu spüren bekommen. Dort versucht man mit Kurzarbeit und günstigen Pauschalangeboten den Markt zu beleben. Eine weitere Maßnahme ist eine Eigenkampagne:

Ali Kebap wirbt für Schweizer Plakatwirtschaft

Die Schweiz sorgt in regelmäßigen Abständen mit geschickten Teaserkampagnen für einen Media-Hype und beweist damit immer wieder, dass Plakatwerbung gesehen wird und sich die Menschen auch für die Themen, die sie sehen, interessieren. In diesem Falle war es die Ankündigung eines neuen Kebap-Stands. Da dieses Sujet in vielen Gemeinden der Schweiz affichiert war, vermutete die Presse einen größeren Auftraggeber dahinter. Die Gerüchteküche wurde nach 14 Tagen noch einmal angeheizt, als Ali gleich von 25 Kebap-Filialen sprach. Wieder eine Zeit danach kam die Auflösung in Form eines Überklebers, der bezeugte „APG Plakate machen erfolgreich“. (http://www.apgsga.ch/de/DesktopDefault.aspx/tabid-41/123_read-38752/)

Die Stärkung der Außenwerbung in der Wirtschaftskrise

Auch die beiden anderen Länder bekommen die gedämpfte Werbefreudigkeit der Unternehmen zu spüren. Dies, obwohl die Nutzung durch die steigende Mobilität zunimmt und nicht wie etwa TV von Fragmentierungstendenzen betroffen ist. Selbst das Internet bedeutet keine Bedrohung, sondern ist durch die idente Nutzungsschicht ein ideales Komplementärmedium zur Außenwerbung. Dies gilt es allerdings noch stärker in das Bewusstsein der Werbetreibenden zu bringen. Da wir im Gegensatz zu den klassischen Medien keinen Einfluss auf den Inhalt haben, müssen wir Anreize schaffen – etwa durch Kreativwettbewerbe – dass wieder mehr Plakatkampagnen konzipiert werden, die zur „Legende“ werden.

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