Auf der WM3 Konferenz von ESOMAR stellte ein internationales Komitee der Außenwerbung die internationalen Richtlinien zur Reichweitenforschung in der Außenwerbung (GGOOHAM) vor. Auch das R+C-Projekt in Österreich wird mit diesen Richtlinien kompatibel sein und so die größtmögliche Vergleichbarkeit der Daten mit anderen Ländern sichern.
Insgesamt betonte die diesjährige Konferenz die Wichtigkeit konsumentenzentrierter Mediaforschung. Das heißt also über alle Mediakanäle. Dazu müsste aber die Initiative und Finanzierung von den Werbetreibenden selbst kommen. Manche findige Marktforschungsinstitute präsentierten zwar crossmediale Erhebungstools und –methoden, allesamt „vergaßen“ aber auf die Außenwerbung. Verständlich, da die konventionellen Methoden mit Befragungen arbeiten, was für Außenwerbung jedoch nicht medienadäquat ist. Die GGOOHAM-Guidelines setzen auf einen integrierten Ansatz, da eine einzige Datenquelle zu volatile Ergebnisse liefert. Eine ähnliche Tendenz verzeichnet auch die Forschung zur online-Nutzung: Hier gibt es noch kaum etablierte Standards, wie etwa das Projekt „MIA“ (
www.miaproject.org) zutage brachte (wenngleich sich viele eine standardisierte Nutzerforschung von online-Medien wünschen). Da auch hier etwa eine IP-Adresse alleine keine ausreichende Information liefert, wird eine Integration von z.B. Cookies, sog. Beacons und ev. Umfragen notwendig.
Auf der Konferenz gab es auch einige Fallstudien zur Auswirkung auf den Markenerfolg bei der Verwendung unterschiedlicher Medien bzw. Platzierungen. Hier zeigte sich aber wieder einmal, dass die Kreation der Haupterfolgsfaktor ist. Ein Ergebnis, das wir auch anhand der PIT-Ergebnisse immer wieder sehen.